In Deutschland gab es die Tage viele Gewitter. Einzelne davon fielen sehr kräftig aus und waren von Hagel bis 4cm, Sturmböen bis 90km/h und Starkregen sowie einer hohen Blitzrate begleitet. Im Bundesland Baden-Württemberg hatte sich eine Superzelle gebildet. Diese verstärkte sich im Laufe der Lebzeit immer mehr und wir haben diese Zelle seit über sechs Stunden verfolgt. 

Am Bodensee in der Region von Bad Waldsee wurde sie nochmals stärker und zog dann sehr schnell über die Lechtaler Alpen Richtung Österreich, weshalb man so eine Gewitterzelle in diesem Gebiet auch „Die Lechtalerin“ nennt. Wir haben uns auf einem Feldweg positioniert und wurden durch die Outflow-Boundary (Böenfront) der Zelle – aufgrund hoher Staub- und Sandpartikel in der Luft sowie dem trockenen Feld – regelrecht „gesandstrahlt“. Ein kleiner Gustnado (Wirbelwind am Boden) hatte sich direkt vor uns gebildet und ist über uns hinweggefegt. Die Stimmung war gewaltig und die Kraft der Natur konnten wir dabei sehr gut spüren. 

Gegen den späteren Nachmittag/Abend haben wir in der Nähe von Braunschweig eine weitere Gewitterzelle abgefangen. Sie zog direkt auf uns zu und zeigte sich von der schönsten Seite. Eine imposante und gleichzeitig bedrohliche Shelf-Cloud kam auf uns zu. Schon nach ein paar Minuten mussten wir uns weiter weg verlagern und in Sicherheit bringen. Denn ein solches Gewitter ist nie zu unterschätzen, grosser Hagel kann schnell mal Autoscheiben zerstören und Downburst’s (Fallwinde) welche bis zu 120km/h erreichen, können zu Verletzungen führen. 

Das Video dazu:

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