Am Donnerstag, den 21. Juli 2016 wurde eine schwere Unwetterlage erwartet. Wie für das Wetter bekannt kann sich dies innert wenigen Minuten ändern und somit blieb es bei einem normalen Gewitter. Dies brachte lokal allerdings Hagelschauer und Sturmböen mit sich. Bereits am frühen Nachmittag war die Entwicklung sehr gut zu beobachten. Wir fuhren also frühzeitig los und beobachten die Lage in Balsthal, ehe wir dann bald von einem Starkregen und kleinkörnigem Hagelschauer überrollt wurden.

Währenddessen wurde die zweite Gewitterzelle zwischen La-Chaux-de-Fonds, Neuenburg und Saintlégier sehr aktiv, worauf wir uns genau in diese Richtung begaben.  Eine leicht nordöstliche Zugbahn hatte die Zelle eingeschlagen was uns dazu bewegt hat die Zelle etwas vor saintlegier abzufangen. Wir kamen aufgrund einer Baustelle etwas zu spät, hat aber noch sehr gut gereicht. Die hörbaren Donner waren der Oberhammer und krachten ganz laut. Zwischen Tavannes und Tramelan auf dem 80er Streckenstück lag eine Nebelbank die auf Hagel schliessen lässt.
Im Vergleich mit dem Radarbild wurde dies noch bestätigt, ebenfalls sahen wir dort am Strassenrand haufenweise Hagel liegen. Um die zweite Zelle abfangen zu können haben wir aber kein Halt gemacht.

Bis kurz vor dem Kern war alles trocken und der Aufzug in Saintlégier war sehr imposant. Wir begaben uns auf eine Anhöhe um eine bessere Sicht zu erhalten, waren dann aber schon zu nah dran. Pferde hatten sich bei einsetzendem Regen unter Tannen Schutz gesucht.

Knapp 1 Stunde 20 Minuten später waren wir wieder an der Stelle wo der Hagel lag.  Je näher wir dem Hagelband kamen wo sich der Nebel gezeigt hatte, desto grösser wurden die Körner. Wir hatten bis zu 2cm grosse Körner in der Hand.
Da die Hagelkörner nun über eine Stunde dort lagen und die Böden noch warm waren, sind die Eiskörner schon ein Stück geschmolzen. Da wir aber dennoch grosse Körner gefunden haben, lässt sich daraus schliessen dass 3-4cm Korngrösse durchaus möglich war.

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