Unwetter Koordinations- und Hilfezentrale

Die jüngsten Ereignisse in der Region Zofingen AG haben es gezeigt: Auch wenn Feuerwehren und Zivilschützer unermüdlich im Einsatz sind, wird noch immer Hilfe benötigt. Da nicht für jede Aufgabe die Feuerwehr oder der Zivilschutz zuständig ist und man eventuell auch noch andere Hilfe wie z.b. Zügeln, Aufräumen, Transportieren, uvm. benötigt wird es schnell mal schwierig. Die Organisationen sind schnell ausgeschöpft und meistens mit den wichtigsten Hilfeleistungen beschäftigt.

Hier kommt als Ergänzung dieses System zum Einsatz welche Hilfe von Firmen oder Privatpersonen für andere anbieten oder auch selbst Hilfe benötigen. Mit Hilfe einer interaktiven Karte und der Registrierung als Helfer oder Bedürftiger ist es so möglich, jederzeit eine Übersicht zu haben wo noch Hilfe benötigt wird oder nicht. Sollte man als Helfer plötzlich auch selbst einmal betroffen sein, so lässt sich das im eigenen Profil umstellen. Sogenannte Status-Icons in den Farben Rot, Gelb, Grün zeigen sofort an was Sache ist: Brauche Hilfe, Hilfe auf Abruf/Pikett, Alles in Ordnung/Erledigt.

Jeder registrierte Standort informiert in Echtzeit über die entsprechenden Hilfeleistungen die benötigt werden sowie die Anzahl Helfer welche bereits vor Ort sind.
Die Koordination sollte dadurch vor allem für freiwillige Helfer und Privatpersonen erleichtert werden, zumal dies auch als Android- und iPhone App mit GPS-Funktion geplant ist.

Derzeit ist das System im Aufbau und das Projekt mit den Apps geplant. Damit wir von der Unwetterbeobachtung CH/EU auch erfolgreich das System aufsetzen, programmieren und warten können, sind noch einige Unterstützungen nötig.
Alleine die Erstellung einer App kann Kosten bis zu CHF 20’000.- verursachen. Mit der Webseite wollen wir das Pilotprojekt und die BETA-Testphase starten. Falls Sie uns bei diesem Projekt unterstützen möchten, freuen wir uns auf Ihre Nachricht.

Warum braucht es so ein Unwetterhilfe – Koordinationsystem?
Die jüngsten Ereignisse am 09. Juli 2017 in der Region Zofingen AG haben es gezeigt: Riesige Wassermassen haben viele Keller überflutet, Stromleitungen gekappt und Erdrutsche ausgelöst welche auch Häuser komplett zerstört und unbewohnbar gemacht haben. Verantwortlich dafür war ein in sich heftiges Gewitter mit Starkregen das nur sehr langsam gezogen und sehr lange an Ort und Stelle geblieben ist. Die Regenabläufe mögen solchen Wassermassen nur begrenzt standhalten. Viele Feuerwehren und auch Zivilschutzorganisationen waren tagelang ununterbrochen im Einsatz. Wer denkt dass in unseren Breitengraden keine schweren Unwetter entstehen können, irrt sich gewaltig: Das Klima ändert sich und somit auch das Wetter in der Schweiz.

Trotzdem warteten noch viele Personen auf Hilfe. Es gab auch viele Menschen schweizweit die gerne freiwillig helfen wollten. Feuerwehren und Zivilschützer mussten zuerst die Grundversorgung sicherstellen und hatten viel zu tun, man kann da nicht überall sein und alles komplett überwachen. Freiwillige Helfer wurden gesucht um z.b. Keller auszupumpen, Möbel zu entsorgen, Wohnungen putzen oder einfach um etwas zu Transportieren oder einkaufen zu gehen. Die Feuerwehren haben viel zu tun und können sich nicht 100% nur um Anfragen von freiwilligen Personen kümmern.

Dieses Koordinationssystem von der UwBe International (Unwetterbeobachtung CH/EU) soll hier eine Entlastung und Ergänzung zugleich für solche Situationen schaffen. Inspiriert durch das Engagement der Facebookgruppe „Unwetterhelfer Zofingen“ entstand die Grundidee ein solches zu entwickeln.

Was ist der Nutzen dieses Systems und was bringt das mir persönlich oder den Betroffenen?
Das System soll freiwilligen Helfer und Helferinnen sowie auch den Betroffenen eine Plattform bieten wo man sich austauschen, Hilfe anbieten sowie auch Hilfe anfordern kann. Die Organisation zur Hilfe soll mit dieser Plattform für alle erleichtert werden. Zeitgleich werden Feuerwehren und Zivilschutzorganisationen entlastet da diese sich dann auf das Wesentliche konzentrieren können und nicht stets durch anfragen für die freiwillige Hilfe abgelenkt werden. Klar werden auch dort Helfer benötigt, aus diesem Grund können sich auf dieser Plattform auch Zivilschutzorganisationen und Feuerwehren registrieren und ebenso Hilfe anfordern.

Die Datenbank führt Liste über die registrierten Personen und deren Status ob man selber betroffen ist oder gerne helfen möchte. Ein Punktsymbol in Rot, Gelb oder Grün signalisiert ob Hilfe benötigt, unterwegs oder nicht mehr benötigt wird. Eine Hilfe-Anforderung direkt via SMS ermöglicht auch die Kommunikation oder Anforderung auf der Plattform ohne Internet.

Wo kann diese Plattform überall genutzt werden und was ist sonst noch alles damit möglich?
Diese Plattform des Unwetter-Hilfe-Koordinationssystem wird zuerst in der Schweiz getestet und angewendet. Sollte es sich durchsetzen so kann dies auch schlussendlich Europa- oder Weltweit benutzt werden. Aktuell ist alles in der Planungs- und Programmierphase, wodurch es noch etwas Geduld bis zum ersten grossen Einsatz des Systems braucht. Langfristig kann hier auch zusätzlich ein Unwetter-Vorwarn System als Zusatz für lokale Feuerwehren entstehen.
Für Ideen, Anregungen, Vorschläge und Ideen sind wir immer offen.

 

Wie funktioniert’s?

Unser Koordinations-System soll grösstenteils automatisiert laufen. Je mehr sich die registrierten User einander Helfen und engagieren, desto effizienter kann das System arbeiten. Damit die Koordination sowie auch die freiwillige Hilfe gewährleistet ist, sind eine Registrierung als Helfer/in oder Betroffene/r notwendig (Status kann jeweils angepasst werden).

ACHTUNG: Das System ist noch in Planung und in der Umsetzungsphase! Das vorliegende Vorgehen wird wirksam, sobald alles realisiert und geprüft wurde.

Das ganze läuft in mehreren Schritten ab:

1. Registrierung
Jede Person die am Hilfesystem teilnehmen möchte registriert sich auf der Webseite www.uwbeinternational.ch/uwhelpcenter
Die Registration dient dazu den Status für benötigte Hilfe oder sich selber als Helfende Person zur Verfügung stellen zu können anzupassen. Je genauer und vollständiger die Angaben im Profil sind, desto besser kann auch Hilfe angefordert oder angeboten werden.
Ein Account in diesem System kann jederzeit durch den jeweiligen Benutzer freiwillig und ohne Einschränkungen komplett entfernt/gekündigt werden.

2. Online-Datenbank und Karte mit Helfer und Hilfesuchenden
Nach der Account-Aktivierung hat man Zugriff auf das System. Das eigene Profil kann man umstellen von „Betroffene Person“ oder „helfende Person“.
Es steht jedem eine Datenbank und Karte zur Verfügung wo mit sogenannten „Status-Punkten“ anzeigen, wo noch Hilfe benötigt wird. Rot = dringende Hilfe benötigt / Gelb = Hilfe vor Ort, ggf. weitere Hilfe notwendig / Grün = Keine Hilfe benötigt.
Beim anklickend es Punktes oder auswählen in der Datenbank-Suche nach Region, Ort, etc. werden alle registrierten Nutzer mit Adresse, Telefon, Bemerkung usw. angezeigt.

3. Hilfe anbieten  (aus der Sicht einer helfenden Person)
Braucht jemand Hilfe nach einem Unwetter so wird dies mit einem Roten oder Gelben Statuspunkt angezeigt. Die neusten Hilfesuchenden erscheinen jeweils zuoberst in der Liste.
So kann man diese Person auswählen um weitere Details zu erhalten wie z.b. was gemacht werden muss oder welche Art von Hilfe benötigt wird. Helfende klicken jeweils dann auf den Button „Hilfe unterwegs“.
Das System zählt dann die aktuell helfenden Personen vor Ort und dies wird mit einer Zahl angezeigt. Somit weiss jeder Helfer gleich wie viele schon vor Ort sind und ob noch Hilfe benötigt wird oder nicht.

Braucht die betroffene Person keine Hilfe mehr, so kann sie den Status jederzeit auf grün ändern. Sollte der Status nicht selbst geändert werden, wird dieser innerhalb von 12 Stunden automatisch auf „grün“ zurück gestellt.

4. Hilfe anfordern (aus der Sicht einer betroffenen Person)
Da zb. bei Hochwasser oder Sturm teilweise kein Strom und kein Internet zu Hause zur Verfügung steht, ist die Hilfeanforderung auch via mobiles Internet oder per SMS Aktivierung möglich.
Dies setzt allerdings eine vorherige Registrierung mit Handynummer hier im System voraus. Benötigt man Hilfe so fordert man diese an indem man online nach dem Login ein sogenannter „Hilferuf“ erstellt und Name, Adresse, Ort sowie Bemerkungen zur benötigten Hilfe und Kontaktdaten angibt. Der Status wechselt dann von grün auf rot. Benötigt man keine Hilfe mehr, so ändert man diesen selbst auf gelb oder grün (vergisst man dies, stellt das System automatisch auf Gelb sobald sich ein/e Helfer/in meldet oder auf Grün zurück nach 12 Stunden).

Ist man registriert, benötigt man Hilfe und hat aber kein Internet so kann die Hilfe-Anforderung auch per SMS erfolgen. Dies wird mit einem Keyword gelöst und sieht folgendermassen aus (Beispiel): SMS mit folgendem Inhalt an die Kurznummer XXX (steht noch nicht fest):
UWBE HILFE Name Vorname Adresse Plz Ort Beschreibung –> UWBE HILFE Max Mustermann Beispielgasse 11 8000 Zuerich Ich brauche Hilfe beim Keller auspumpen. Hochwasser. Benoetige in etwa 5 Personen.

5. Via Handy-App Hilfesuchende finden und helfen (längerfristiges Projekt)
Es ist möglich wenn man unterwegs ist anhand einer mobilen App direkt auf der Karte zu sehen wer in der Umgebung Hilfe benötigt. Dazu wird der aktuelle Standort vom Handybenutzer abgefragt und alle Personen (welche sich im UwBe System registriert haben) im Umkreis von 10, 15 oder 30km angezeigt. Anhand des Punkt-Satus (rot, gelb, grün) kann direkt erkannt werden ob noch Hilfe benötigt wird oder nicht. Detailangaben dazu erscheinen wenn man auf den jeweiligen Punkt klickt.

 

Mehr Informationen dazu und direkt zum Projekt:
Zum Unwetter Koordinations- und Hilfesystem

 

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