Jahrhundert-Hochwasser führt zu grossen Verwüstungen

Jahrhundert-Hochwasser führt zu grossen Verwüstungen

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Jahrhundert-Hochwasser führt zu grossen Verwüstungen

Am Samstagnachmittag, 8. Juli 2017, wurden das Gemeindegebiet von Zofingen/Oftringen und das Uerketal von aussergewöhnlichen Starkniederschlägen getroffen, welche zu massiven Übers ...

Am Samstagnachmittag, 8. Juli 2017, wurden das Gemeindegebiet von Zofingen/Oftringen und das Uerketal von aussergewöhnlichen Starkniederschlägen getroffen, welche zu massiven Überschwemmungen, Rutschungen und in der Folge zu hohen Sachschäden und Beeinträchtigung der Trinkwasserversorgung führten. Innerhalb von drei Stunden fiel in den Einzugsgebieten der Zofinger Stadtbäche ein Gebietsniederschlag von 85 – 90 mm. Die Einzugsgebiete der Uerke und des Köllikerbachs wurden mit Gebietsniederschlagssummen von 65 – 70 mm getroffen.

Der Jahresniederschlag in Zofingen beträgt rund 990 mm. Im Monat Juli fällt durchschnittlich 105 mm Regen. Seit 1883 werden Tagessummen der Niederschläge in Zofingen gemessen und dokumentiert. Das Niederschlagsereignis vom 8. Juli 2017 mit einer Tagessumme von 81 mm oder 81 Liter/m2 ist in der 135-jährigen Zeitreihe das drittgrösste Ereignis und das einzige, das auf ein einzelnes Gewitterereignis zurückzuführen ist. Ein solches Ereignis passiert im Durchschnitt seltener als alle 100 Jahre.

Mit einer geschätzten Hochwasserspitze von 35 – 40 m3/s liegen die Abflüsse der Uerke vom 8. Juli 2017 klar über dem heutigen Wert für ein 100-jährliches Hochwasserereignis. Auch in Zofingen deuten die Schadenbilder darauf hin, dass die Grösse eines 100-jährlichen Hochwasserereignisses erreicht oder überschritten worden ist.

Die Keller müssen getrocknet und alle Leute mit Strom versorgt werden. Wir müssen uns zudem um die personellen Ressourcen kümmern. Es gibt Einsatzkräfte, die die ganze Nacht gearbeitet haben. Wichtig ist, dass man bald definiert, was in der Verantwortung der Hauseigentümer liegt und wofür Feuerwehr, Zivilschutz und Polizei eingesetzt werden. Ohne Nachbarschaftshilfe könnte Zofingen das aber nie bewältigen.

Wir von der Unwetterbeobachtung kamen am besagten Nachmittag direkt in die „Gefahrenzone“ und standen auf der A1, als das Wasser kam:

Am späten Abend sowie auch in der Nacht und dem darauffolgenden Tag haben wir uns selbst ein Bild vor Ort gemacht und auch bei der Hilfe und Aufräumarbeiten mitangepackt.

Die Stadt Zofingen informierte über das Ereignis wie folgt: 

 

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